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Black Friday: der mitunter umsatzstärkste Tag des Jahres für Online-Shop-Betreiber

Was ist der Black Friday eigentlich und warum Online-Shop-Betreiber den Black Friday auf jeden Fall nutzen sollten?

Was früher noch Schlussverkauf hieß, heißt heut Black Friday, Black Week, Black Weekend Black Deal... Ob man will oder nicht, am Black Friday kommt heute keiner mehr vorbei. Schon Wochen im Voraus machen Banner, Newsletter, ja quasi jeder Online-Shop auf das Online-Shopping Event des Jahres aufmerksam und versprechen drastische Rabatte und verlockende Angebote.

Was ist denn eigentlich der Black Friday und was bedeutet er für zahlreiche Online-Shops?

Der Black Friday, zu deutsch "schwarzer Freitag", findet traditionell den Freitag nach dem amerikanischen Feiertag Thanksgiving statt und leitet die Weihnachtsshopping-Saison ein. Erstmals in den 1970ern verwendet, ist der Begriff heute in aller Munde. Knapp 90% der Deutschen wissen heutzutage, was darunter zu verstehen ist - knapp 60% planen bewusst an dem Shopping-Event einzukaufen. Während in den USA, dem Ursprungsland des Black Friday, zumeist in lokalen Shops und Einzelhandel der Shoppingwahn beginnt, profitieren hierzulande vor allem Online-Shops und E-Commerce von der Aktion. Einige andere Anbieter, beispielsweise der E-Commerce Riese Amazon, verlängern den Black Friday bewusst und starten gleich eine komplette Black Friday Woche, die dann am eigentlichen Freitag Ihren Höhepunkt findet. Dieses Jahr hat der Sale am 22.November begonnen und läuft durchgehend bis zum 02. Dezember.

Ein paar Zahlen zum Black Friday

Die Umsätze am Black Friday schießen jedes Jahr in die Höhe, die Produktpreise selbst fallen teilweise drastisch. Besonders jüngere Zielgruppen zwischen 16 und 39 Jahren kaufen gerne beim Black Friday, mehr als die Hälfte hat klare Kaufabsichten. Auch bei den 45-55 Jährigen sind es noch knapp über 50% und bei den 45-64 jährigen und es noch knapp 40 Selbst die über 65 Jährigen bestellen noch zu 28% am Black Friday.

Besonders punkten können die Käufer (und entsprechende Verkäufer) im Bereich von Technik. Hier steigen steigen die Rabatte bis in die 50% Bereiche. Besonders bei Audio- und Videogeräten, Spielekonsolen, Fernseher, Notebooks und Konsolenspielen findet sich das ein oder andere Schnäppchen.

Aber auch in der Kategorie Mode können bis zu 50% Prozente Rabatt erreicht werden.

Rabatte für Smartphones schneiden entgegen der weit verbreiteten Meinung vergleichsweise schwach ab. Hier schwanken die Rabatte gerade mal zwischen 2% bis maximal 8%.

Amazon berichtete 2018 vom erfolgreichsten Black Friday aller Zeiten mit angeblich über 180 Millionen verkauften Produkten am Wochenende zwischen Black Friday und Cyber Monday.

Black Friday Price Statistics 2019 compared to normal prices

Quelle: Statista.com

Auch interessant: Namensherkunft "Black Friday"

Der Name hat mehrere vermutete Ursprünge: Manche behaupten, er beziehe sich auf die Tatsache, dass Verkäufer an diesem Tag durch das hohe Shoppingaufkommen definitiv schwarze Zahlen schreiben, andere führen den Begriff auf die Polizei in Philadelphia zurück, die damit die chaotischen Zustände auf den Straßen und in den Läden der Stadt beschrieb.

Und was ist jetzt der Cyber Monday? Welche Shop-Betreiber profitieren hier?

Die Grenzen zwischen Black Friday und Cyber Monday – oder auch schon Cyber Week zerfließen tatsächlich relativ stark, meist abhängig vom Anbieter – manche fokussieren sich nur auf den Black Friday und lassen den Cyber Monday außen vor, besonders wenn sie keine technischen Produkte in ihrem Sortiment anbieten. Terminlich liegt der Tag immer am Montag nach Thanksgiving und somit auch nach dem Black Friday. Ursprünglich war der Cyber Monday die Antwort von Online-Anbietern auf die Aktionen lokaler Anbieter am Black Friday. Heutzutage ist das Verhältnis etwas komplexer. Amazon startete 2018 beispielsweise die Cyber Week in Anschluss an das Black Friday Wochenende mit besonderem Fokus auf Rabatte für Smartphones, Tablets und andere mobile Geräte.

Shop-Anbieter, die auch nach dem Black-Friday noch weiter ihre Produkte reduziert anbieten wollen, können dies also auch unter dem Cyber-Monday Label tun. Besonders lohnt sich dies für Technik- und Softwareanbieter und Online-Shops mit technischem Fokus.
Welche Rolle spielt Social Media am Black Friday?
Social Media ist ein fester Bestandteil des Alltags, besonders bei jüngeren, kaufmotivierten Generationen. Entsprechend großes Potential besteht für E-Commerce über Social Media, inzwischen auch bereits vereinzelt als Social Commerce bezeichnet. Eine riesige Chance für Shop-Betreiber, auch am Black Friday!

In Amerika und Großbritannien informieren sich beispielsweise über 40% der Käufer über Marken, Produkte und Dienstleistungen über Social Media Seiten, bevor sie einen Einkauf am Black Friday tätigen.

Über 50% der Amerikaner kaufen auch bereits am Black Friday oder an anderen Sale Events direkt über die Social Media Apps ein.

Im Vergleich steht Facebook mit 17% in 2018 damit ganz vorne, Instagram folgt mit 9% und Pinterest und Twitter hatten beide einen Anteil von 4%. Tendenz steigend. Durchschnittlich gaben die Käufer dabei zwischen $80 und $90 Dollar in der Cyber Week 2018 aus.

Aufgrund der meist immensen Nutzerzahlen (Instagram knackte 2019 die 1 Mrd. Nutzer!) werden Facebook, Instagram und Co. auch im Bereich ECommerce Marketing immer wichtiger – selbstverständlich also auch am Black Friday. Online-Shop Betreiber und E-Commerce Händler sollten daher verstärkt in den Aufbau von Facebook- und Instagram Business Accounts investieren! Wenn Sie sich mit Ihrem Unternehmen für E-Commerce auf Instagram und Co interessieren, legen wir Ihnen diesen Beitrag über Instagram Business Accounts ans Herz. Vielleicht starten Sie ja schon 2020 mit Ihrem eigenen Social Commerce in Zusammenarbeit mit goldorange?!

Black Friday Statistics 2019

Quelle: whatsthehost.com

Verbraucherkritik am Black Friday

Der Shoppingwahn ist natürlich, wie jede Aktion die einen solchen Einfluss auf Kaufverhalten und Preisunterschiede hat, umstritten. Kritiker und Verbrauchsschützer kritisieren künstlich aufgeblasene Rabatte. Oft würden Rabatte nicht am eigentlichen Händlerpreis orientiert, sondern basierten auf den weit darüber angesetzten unverbindlichen Preisempfehlungen oder sogar Mondpreisen. Seien 50-60% Rabatt versprochen, seien oft nur 10-25% realistisch.

Händler und Shop-Betreiber sollten übertriebene und unrealistische Rabattversprechen daher vermeiden. Transparente und nachvollziehbare Preisreduzierungen kommen beim Käufer hingegen auf lange Sicht gesehen deutlich besser an und motivieren eher dazu, langfristig Stammkunde in Ihrem Online-Shop zu werden.

Online Marketing

Unser Fazit

Der beliebte Shoppingfreitag im November verspricht immense Rabatte und Schäppchen im Überfluss für die Käufer. Da spricht soweit auch nichts gegen – nur es sollte ein gewisses Maß an Realität bewahrt werden. Die Rabatte sind nicht zu bestreiten, die tatsächliche Ersparnis wird aber gerne mal höher gespielt als sie eigentlich ist. Shop-Betreiber sollten sich den Erfolg des Black Friday zweifelsohne zu Eigen machen, dabei aber transparent bleiben, um Kunden auch nach dem Shopping-Tag zu halten.


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