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Social-Media-Monitoring: Relevantes Rauschen erkennen oder Brandherdalarm und Qualitätscheck

  • Veröffentlicht am 08.02.2013
In Foren, Meinungsportalen, Blogs und sozialen Netzwerken werden heutzutage öffentlich Erfahrungen mit Produkten, Marken und Unternehmen ausgetauscht. Wissen Sie was über Ihr Unternehmen im Internet geredet wird? Werden Ihre Leistungen und Services gelobt? Oder ärgert sich ein Nutzer über die Beschaffenheit eines Ihrer Produkte oder über die langen Wartezeiten Ihren telefonischen Kundenservices? Egal ob Sie auf Facebook, Twitter, YouTube, Blogs & Co. selbst aktiv einen Kanal anbieten oder nicht. Sie sollten zumindest wissen, was über Ihr Unternehmen, Ihre Marke, Produkte und Services im Internet öffentlich und über Ihre genutzten Kanäle getuschelt wird. Und nebenbei können Sie mit Web- und Social Media Monitoring auch noch einiges mehr für Ihre Organisation leisten:

  • Die Online-Reputation Ihrer Marke bemessen, andere Sichtweisen auf die eigene Marke erhalten
  • Reagieren auf Beanstandungen und berechtigte Kritik, Etablierung von Frühwarnsystemen (um Reputationskrisen bzw. Shitstorms abzuwenden)
  • Positive Äußerungen über Ihre Marke/Produkte/Services erkennen und würdigen
  • Bedürfnissen Ihrer Zielgruppen rechtzeitig erkennen
  • Fehlinformationen bemerken und kurzzeitig richtigstellen
  • Ihre wichtigsten Mitbewerber beobachten
  • ggf. Rechtsverletzungen aufspüren
  • Inspiration für Innovationen, aktuelle Themen in Ihrer Branche wahrnehmen
  • Multiplikatoren und Marken-Unterstützer identifizieren / passende Communities finden
  • Messwerte für Ihre Online-Marketing-Kampagnen
  • Hinweis/Ideen für die Personalsuche erhalten, ggf. neue Mitarbeiter online identifizieren

Doch wie behält man bei der Menge an Social-Media-Kanälen, Absender und Themen den Überblick? Wie können Sie die den Erfolg Ihrer eigenen Social Media Arbeit messen? Und wie lassen sich die für meine Themen wirklich wichtigen Nutzer im (Social) Web ermitteln?

Kostenlose (Social Media) Monitoring Tools helfen beim Filtern!

Um sich das Monitoring in den sozialen Medien zu vereinfachen, kann man auf diverse Monitoring-Systeme zurückgreifen, die dabei helfen, Reichweiten und Inhalte von Posts im Blick zu behalten und einfacher zu bewerten. Vor allem größere Unternehmen kaufen diese Leistung i.d.R. ein, um die zuverlässigsten und umfangreichsten Reports zu bekommen, die häufig auch noch durch externe Rechercheure zusätzlich qualitativ (vor)bewertet wurden (ähnlich einer Medienresonanzanalyse). Wem für den Anfang automatisch generierte Suchergebnislisten genügen, kann aber auch auf eine große Auswahl an kostenlosen Tools und Basisversionen zurückgreifen. Sie bieten kleinen und mittelständischen Unternehmen genau wie SEO-Einsteigern einen fundierten Einblick in den Meinungsmarkt im Web und die Bedeutung der eigenen Social-Media-Accounts. Einige Dienste möchten wir Ihnen hier vorstellen:

  • Mention.net listet die Inhalte quellenspezifisch auf, auch Face­book, Twitter & Bilddaten (Flickr, Instagram) sind integriert.
  • Socialmention.com durchsucht in Echtzeit die meisten Social-Web-Plattformen zu beliebigen Stichwort, bietet diverse Filter und erhebt verschiedene Messwerte. Zudem können Ergebnisse als E-Mail-Benachrichtigung  und RSS abonniert werden ("Social Media Alerts") oder auch als"Realtime Buzz Widget" in die Websites oder Blogs integriert werden.
  • Google Trends kann Suchvolumenmuster zu bestimmten Stichworten über bestimmte Regionen, Kategorien, Zeiträume und Webdienste hinweg vergleichen.
  • Google Alerts liefert Ihnen in per E-Mail-Alert oder RSS-Feed aktuelle Link-Ergebnisse, die Google zu einem vorher definierten Schlagwort findet. Die Inhalte stammen v.a. aus Newsseiten, Blogs und Foren. So ersparen Sie sich z.B. die regelmäßige manuelle Google-Suche nach nach Ihrem Firmen- , Marken- oder Produktnamen oder einem Kernthema Ihrer Branche.
  • Technorati.com ist neben Google Blogsearch eine der wichtigsten Echtzeit-Online-Suchmaschinen für Blogs.
  • Rivva.de gibt einen Schlagzeilenüberblick über die deutschsprachige Blog- und Online-Medienlandschaft.
  • Boardreader.com ist eine Suchmaschine für Online-Foren.
  • Netvibes.com bietet ein Monitoring in Echtzeit. Auf einem interaktiven schön gelayoutetem Dashboard kann man das "digitales Leben" der eigenen Firma (oder auch sein eigenes) organisieren. Nachrichten Apps, Twitter- und Facebook-Streams u.v.m. können modular als sog. Widgets hinzugefügt und per Drag & Drop angeordnet werden. Eine kennzahlenorientierte Auswertung ist in der kostenlosen Basis-Verison jedoch nicht möglich.
  • Addictomatic.com filtert das gesamte Web oder spezielle Themenkanäle - Auch sämtliche soziale Medien können durchsucht werden (Auswahl "Web 2.0"). Wer will, kann sich eine personalisierte Seite - ähnlich Netvibes - mit seinen "Buzz"-Themen erstellen.

Nur Facebook Monitoring

  • Open Facebook Search durchsucht die öffentlichen Timeline-Inhalte von Facebook nach beliebigen Schlagworten ohne, dass man eingeloggt sein muss.
  • Quintly (ehemals "AllFacebook Stats") liefert Ihnen kurze 30-Tage-Analysen von maximal 3 Facebook Profilen oder Fanseiten. Sie können also auch Ihre Mitbewerber mit Ihnen vergleichen. Die Auswertung bekommen Sie per E-Mail. Wer wissen möchte, was alles möglich ist, für den lohnt der Test der Vollversion.
  • Facebook Insights ist eine Applikation, die mit den eigenen Facebook-Profilen und -Seiten verknüpft ist. Der Zugriff erfolgt i.d.R. aber erst nach dem Login in Facebook (klassisch oder über eine mobile App). Hier erhält man diverse Statistiken bis hin zu demografischen Profildaten der eigenen Seitenbesucher.

Nur Twitter Monitoring

  • Twazzup ergänzt die Standardsuche auf Twitter. Wenn man nach einem Begriff oder einer Marke sucht, erhält man in Echtzeit umfassende Informationen zu dem gesuchten Thema: die aktuell beliebtesten Tweets und aktivsten Nutzer und eine Auflistung von Hashtags, Wörter und geteilter Links, die häufig mit dem Begriff verwendet werden. Das Tool bietet zahlreiche Filter- und Priorisierungsmechanismen, mit denen sich die Suchergebnisse besser darstellen und ergänzen lassen. Die Ergebnisse spiegeln allerdings nur eine Momentaufnahme wieder.
  • Twopcharts ist ein Tool, mit dem man u. a. die aktivsten und relevantesten Twitter-Nutzer zu bestimmten Themen finden kann. So können Sie sich ein umfassendes Bild zu einzelnen Twitter-Accounts und seinen Aktivitäten und Netzwerken machen und so für sich digitale Meinungsführer identifizieren.
  • Tweetlevel ist ein Tool der Edelman PR-Agenturgruppe und bietet nach eigenen Angaben eine Kombination aus den beiden oben genannten Dienste. Und hilft Ihnen, die richtigen Gesprächspartner über Twitter zu finden. Denn mit diesem Tool können Sie nicht nur nach einem Thema (etwa der eigenen Marke) suchen und die Zahl der Tweets und quantitativ aktivsten Nutzer zu diesem Thema ermitteln. Mit Hilfe des sog. Tweetlevels oder Influence-Scores jedes Nutzers finden Sie zu einem gesuchten Thema auch die einflussreichsten Nutzer. Zudem erhält man viele zusätzliche Informationen über beliebige Twitter-Accounts, etwa, wann ein bestimmter Nutzer aktiv ist, welche Themen ihn noch interessieren oder welche Links er teilt.


Kompakte Tools, die das Social Media Management erleichtern können

Wer mehrere soziale Profile auf einen Blick verwalten und dabei den Traffic und die Erwähnung der eigenen Marke gleich mit analysieren möchte, kann sog. Social Media Dashboards nutzen. Doch auch bei den folgenden Diensten bieten die kostenlosen Accounts nur

  • Hootsuite in der kostenlosen Version bietet eine umfangreiche Verwaltung von max. 5 sozialen Profilen, den zeitlich planbaren Versand von Nachrichten/Tweets, 2 RSS/Atom Feeds, eine integrierte Suchfunktion für Facebook und Twitter sowie einen Basis Analyse Bericht. Zudem können zum personalisierbaren Dashboard eine Reihe von Apps geladen werden (z.B. YouTube, Instagram, Tumblr oder Evernote).
  • Bufferapp.com ermöglicht es kostenlos Twitter, Facebook und LinkedIn-Profile gemeinsam zu verwalten. Neben Web Analytics, also Monitoring Reports zu jedem Account, ist auch ein Teamzugriff möglich - z.B. von einem der vielen kompatiblen Apps. Viele davon, sind allerdings nur im US-amerikanischen Raum bekannt.
  • Mit Twitterfeed können Sie Blog-Artikel o.ä. völlig automatisiert auf Ihrem Twitter-, Facebook- oder LinkedIn-Account veröffentlichen - mit Überschrift und passendem Link. Dazu geben Sie auf Twitterfeed den jeweiligen RSS-Feed an und melden sich mit Ihrem Twitter-Account an. Tweets können Sie auch zeitversetzt absenden und vor dem Titel eines Postings einen redaktionellen Zusatz ergänzen. Auf einem übersichtlichen Dashboard können Sie zudem halbstündig aktuell einsehen, welche Beiträge wo veröffentlicht wurden und wie häufig Ihre Tweeds oder Facebook Posts geklickt wurden.
  • Tweetdeck ist die wohl populärste Twitter Management App am Markt - für die Desktop und die mobile Nutzung. Der Dienst wurde im Mai 2011 von Twitter gekauft und aktualisiert. Ein empfehlenswertes Tool mit vielen Features, um die Interaktion auf unbegrenzt vielen Twitter-Accounts im Blick zu behalten, und bequem aus dem System heraus zu twittern.
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