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Mit Google-Anzeigen zum Profit

von Dirk Metzmacher und Sven Lennartz

Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht über Googles immensen Erfolg berichtet wird. Schön für Google. Uns interessiert mehr, was der Seitenbetreiber für sich herausholen kann. Googles Anzeigenprogramm AdSense lockt. Wenn Sie also dabei sind, haben wir vielleicht den einen oder anderen Tipps für Sie. Und wenn AdSense in Ihren Überlegungen bisher noch keine Rolle spielte, vielleicht lohnt es sich ja doch...

Über Google Adwords kauft der werbende Kunde Anzeigen. Diese beinhalten einen kurzen Text, einen Link und Stichwörter, unter denen die Anzeige erscheinen soll. Im Anschluß legt er das Tagesbudget und den CPC, also den Preis pro Klick, fest. Dieser entscheidet, wie oft und in welcher Position seine Anzeige erscheint. Je höher der CPC, um so öfter und prominenter wird die Anzeige dargeboten. Ziel der Werbung ist die themenbezogene Website. Themenbezogen deshalb, weil die Inhalte der Zielseite zur Anzeige passen müssen, was von Google automatisch ermittelt wird. Zum Anfang macht man sich darüber wenig Gedanken, da Adsense ähnlich der Suchmaschine einen "Bot" aussendet, sobald der Adsense-Code eingefügt wurde. Dieser schaut sich die Website an und sucht, einfach ausgedrückt, adäquate Werbekunden heraus. Dabei werden zuerst die Anzeigen geschaltet, deren Auftraggeber mehr in den CPC investiert haben. Das reicht, um Geld zu verdienen. Doch allzu viel kann man so nicht erwarten. Man muss mehr tun. Nennen wir unsere Tipps dazu: In 10 Schritten zur Profit-Explosion.

1.) Bilder sagen mehr als tausend Textanzeigen
Google Ads sind dezent und passen - wenn es klappt - perfekt zum jeweiligen Inhalt. Damit spielen sie klassische Banner an die Wand. Wer mag, kann AdSense auch in Form von Bildern bekommen, was in vielen Fällen sicherlich keine gute Idee ist. Dennoch können auch Textanzeigen von Grafiken profitieren. Obenhalb oder seitlich neben den eigentlichen Google-Anzeigen. So könnten in einer Tabelle dem Adsense-Code Fotos zugeordnet werden. Es ist klar, das vier gleiche Laptops über vier Anzeigen zum Thema weniger Wirkung haben, als vier individuelle Bilder. Austauschen könnte man diese leicht, etwa über ein PHP-Script, so das die Werbung für das Auge frisch bleibt. Hilfreich, da gerade Stammbesucher - durchaus verständlich - "Anzeigen-Blindheit" neigen. Nutzen sollte man aber keine Produktfotos, sondern unspezifische Darstellungen ohne Copyright, wie man sie in kostenlosen Bildarchiven findet. Zu festgelegt dürfen die Grafiken aber nicht sein. Wird nämlich der Besucher auf eine falsche Fährte geführt, mag Google das nicht.

2.) Mehr Seiten, mehr Anzeigen, mehr Geld
Der altbekannte Grundsatz, dass guter Content für mehr Besucher sorgt, kann hier getrost erweitert werden. Denn mehr Seiten mit guten Inhalten, bieten natürlich auch mehr Platz für Anzeigen und sorgen damit für weitere Klicks. Im Grunde ist die Menge der Inhaltsseiten das entscheidende Prinzip. AdSense funktioniert, aber es lohnt sich wirklich nur dann wenn man auch in der Masse etwas zu bieten hat. Immerhin: Nach Googles Richtlinien dürfen bis zu drei Anzeigengruppen auf einer Seite landen. Dazu zwei AdSense Suchfelder und eine Gruppe von Ad-Links. Das Verhältnis der Inhalte zu den Anzeigen sollte im Interesse der Besucher ausgewogen bleiben.

3.) Das Suchfeld
Überhaupt das Suchfeld - es lohnt sich. Statt einer eigenen site-internen Suche greift man auf Googles Lösung zurück. Ein bisschen darf man die Ergebnissseiten sogar anpassen und mit einem eigenen Logo aufwerten. Keine optimale Lösung und nicht immer ein adäquater Ersatz für ein eigenes Script, aber besser als nichts. Nach unseren Erfahrungen lohnt sich die Verwendung. Die Klickraten fallen kräftiger aus.

4.) Wohin mit der Werbung?
Das vertikale Format hat seine Vorteile, um Ads zu präsentieren, da die Surfer verstärkt "Bannerblind" werden, was gegen das horizontale Format spricht. Außerdem hat Google seine Besucher dazu erzogen, relevante Inhalte in den ADs der eigenen Website auf der oberen rechten Seite zu suchen. Als Formate sind hier der "160x600 Wide Skyscraper" und "468x15 Horizontal Ad Links" empfehlenswert. Schmale Linkblöcke gelten manchem als Geheimntipp. Die lassen sich platzsparend und raffiniert an den Beginn einer Seite setzen. In den meisten Layouts ist Platz dafür, was man von einem dicken Skyscraper-Format nicht behaupten kann. Mancher schwört darauf. Wir haben es auch ausprobiert und kein gutes Ergebnis erzielt.

5.) Und die Farbe?
Was die farbliche Gestaltung angeht, gelten zwei Prinzipien. Nummer 1 - Auffallen: Leuchtende Rahmen und Hintergrundfarben erlangen auf ansonsten eher zurückhaltenden Seiten ganz sicher die Aufmerksamkeit des Besuchers. Technik Nummer 2 - Integrieren. AdSense Blöcke werden nahtlos in das Seitenlayout integriert, so dass man sie auf den ersten, flüchtigen Blick gar nicht wahrnimmt. Was besser funktioniert, hängt vom jeweiligen Fall ab und sollte einfach ausprobiert werden.

6.) Mehr Geld pro Klick - Die Sache mit den Keywords
Je mehr Google pro Klick zahlt, desto mehr verdient man auch. Angenommen es geht um einen Beitrag zum Thema Webdesign. Für den Begriff "Homepage" werden 0,60 Euro vom Werbenden eingesetzt, für "Website" nur 0,32 Euro. Obwohl vom Sinn her gleich, hat es doch Auswirkungen auf die gezeigten Ads und somit auf den Verdienst. Die Frage ist, wie man Google dazu bekommt, besser bezahlte Werbung anzuzeigen. Eine Option ist die Anmeldung bei Googles Adwords, denn da kann man über die Kampagnenverwaltung und deren Tools herausfinden, welche Keywords oder Keyword-Kombinationen mehr kosten. Diese bringen entprechend höhere Einnahmen. Statt Adwords kann auch Overture genutzt werden. Auf deren Website wird das erste Keyword eingegeben. Oben rechts bei den Suchergebnissen steht "Höchstgebote anzeigen", worüber ermittelt werden kann, wo es mehr zu verdienen gibt. Tools, wie etwa der kommerzielle Wordtracker oder das Online-Tool "Keyword Density", könnten ebenfalls behilflich sein. Bei reinen Inhaltsseiten wie etwa Artikeln macht das aber wenig Sinn. Schließlich wird niemand aus Hunden Katzen oder aus Linux Windows machen, nur weil sich auf diese Weise mehr verdienen lässt. Die Sache mag aber ihre Vorteile überall da haben, wo man es mit relativ statischen Seiten zu hat. Und schließlich ist auch immer die Umgebung mit einzubeziehen. Sogar Fremdanzeigen, sofern diese in Textform vorliegen, können die AdSense Einblendung komplett durcheinanderwirbeln. Im Übrigen hilft die Einrichtung der so genannten "Channels", um zu bestimmen wo die lukrativsten Bereiche und Seiten einer Website tatsächlich liegen. Die Mühe lohnt sich.

Die so genannte Zielgruppenausrichtung mit Hilfe einiger Kommentarzeilen ermöglicht es, bestimmte Bereiche einer Seite als werberelevant zu kennzeichnen. Ebenso können bestimmte Zonen ausgeschlossen werden. Das ist immer dann hilfreich, wenn die eingeblendeten Anzeigen nicht so recht zum Inhalt passen wollen oder Schlagwörter aufgreifen, die weniger werbewirksam erscheinen oder schlichtweg unerwünscht sind. Nach eigenen Erfahrunge funktioniert das aber mehr schlecht als recht. Kein Wunder eigentlich, denn es sollte auch damit nicht möglich sein, mit Hilfe einiger sexy Keywords und zweier Kommentarzeilen die inhaltliche Relevanz einer Seite komplett umzuschmeissen. Eine gewisse Menge an Text ist zwingend erforderlich. Es reicht also nicht "Datenrettung" irgendwo auf den Seiten zu verstecken, um in den Genuß der vermeintlich bestbezahlen Google-Anzeigen zu gelangen. Selbst wenn es klappen sollte, es klickt niemand, so nämlich Ihr Publikum mit dem Begriff nichts anfangen kann.

7.) Schummeln verboten
Niemals sollte man Werbung anklicken, die auf der eigenen Website angezeigt wird, um das Einkommen zu erhöhen. Google hat seine Möglichkeiten (Stichwort: IP-Adresse), um diesen so genannten "Click Fraud" aufzudecken. Wer erwischt wird, fliegt raus. Umgekehrte Fälle gibt es auch, indem die Anzeigen der Konkurrenz solange geklickt werden, bis das Budget erschöpft ist. Die Folge sind Kosten ohne irgendein Nutzen. Angeblich soll darüber in Indien bereits ein florierender Wirtschaftszweig entstanden sein. Und natürlich gibts es findiger Unternehmen, die einen Schutz dagegen versprechen.

8.) Charity Anzeigen
Gelegentlich kommt es vor, das Google keine passenden Anzeigen zum Inhalt ausliefern kann. Bei frisch eingestellten Seiten zum Beispiel. In einem solchen Fall werden Anzeigen für gemeinnützige Organisationen gezeigt. Ein netter Zug, doch nicht immer im Sinne des Webmasters. Es gibt Alternativen, die lediglich genutzt werden müssen. Google kann dazu veranlasst werden die Anzeigenflächte leer darzustellen, sie kann auch komplett verschwinden oder durch eine Grafik ersetzt werden. Diese Grafik könnte eine Anzeige in eigener Sache sein, die aber nicht klickbar ist. Will man einen vollwertigen Ersatz, kann eine HTML-Seite als Alternative angegeben werden. Diese Seite wiederum könnte wie eine echte Google-Anzeige aussehen, aber ausschließlich Ihren Interessen dienen.

9.) Die Auszahlung
Ausgezahlt wird ab 100,00 US Dollar. Der Betrag wird von Google in Euro auf ein Bankkonto überwiesen. Diese Praxis firmiert unter den Bezeichnung "Beta", funktioniert aber seit Monaten schon reibungslos. Ansonsten bleibt der Scheck, der in diesem Fall über den großen Teich verschickt wird, was eine ganze Weile dauert. Wer es eilig hat, wählt der geschützten Expressversand und zahlt dafür 29,00 Dollar an Bearbeitungsgebühr.

Und noch ein Tipp
Mit Hilfe des Internet Explorers kann man mit dem AdSense Preview-Tool eine Vorschau von Anzeigen auf beliebigen Webseiten erstellen. Man sieht, welche Anzeigen voraussichtlich auf einer Seite geschaltet werden und kann gefahrlos experimentieren. https://www.google.com/support/adsense/bin/topic.py?topic=160&ctx=de:leftnav

Dieser Service stellt (mit jedem Browser) Ähnliches in Aussicht:
http://google.blogspace.com/archives/000984

10.) Weitere Links zum Thema:

Der ProBlogger Darren Rowse ist der lebende Beweis dafür, das sich von AdSense gut leben lässt http://www.problogger.net/archives/2005/09/01/im-a-six-figure-blogger http://www.problogger.net/archives/2005/03/02/positioning-your-adsense-ads/

Offizielles AdSense Blog von Google (Englisch) http://adsense.blogspot.com/

Ein freies AdSense Blog (Englisch)
http://www.jensense.com/

AdSense Foren
http://www.adsenseforum.de/
http://www.googlecommunity.com/forum-2.html (Englisch)

Zielgruppenausrichtung mit Kommentaren
http://www.google.com/support/adsense/bin/answer.py?answer=23168

Keyword-Analyse
http://www.wordtracker.com
http://www.seochat.com/seo-tools/keyword-density

Click Fraud
http://www.cpc-consulting.net/cpc2/consulting/knowhow/96/Click-Fraud.html
http://searchenginewatch.com/searchday/article.php/3503376 (Englisch)
http://www.whosclickingwho.com/ (Click Fraud Schutz) (Englisch)

Mögliche Einnahmen ausrechnen
http://www.adsensecalculator.com/

AdSense PlugIn für Webpress
http://www.kloeschen.com/adsense-logger-a-wordpress-plugin/77/

Dieser Artikel wurde herausgegeben vom Dr. Web Magazin Sven Lennartz - Königstrasse 97-99 - 23552 Lübeck - Tel: 0451/3072970 - FAX: 0451/3072971 - http://www.drweb.de/

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